Media Monday #219 u.a. über Idris Elba, James Gordon, verstörendes Kino und HBO-Serien

Mist. Da läuft schon mal Basketball im Deutschen Fernsehen und dann schaff ich’s trotzdem nicht. Für diese Woche hab‘ ich mir aber vorgenommen, die Spiele des deutschen Teams bei der EM zu verfolgen. Heute abend kommt auch der Nowitzki-Film im Fernsehen, das wäre auch toll. Dann ist auch noch das Fußball-Qualifikationsspiel und der Serien- und Filmstapel wird ja auch nicht kleiner (den Comicstapel erwähne ich gar nicht erst!) – puh, das wird wieder ein Abend voller Entscheidungen! Aber hier sind erstmal meine Antworten zu den montäglichen Fragen von Medien_Journal.

Media Monday #219

1. Sollte ich jemals Opfer eines Verbrechens werden, würde ich mir wünschen, dass James Gordon mit dem Fall betraut wird, schließlich arbeitet der Comissioner sehr gewissenhaft und genießt schlagfertige Rückendeckung.

2. Nachdem Idris Elba die Serie The Wire (aus welchem Grund und wie auch immer) verlassen hatte war ich froh, ihn in der Serie Luther wiederzusehen. Witzig war dann auch seine Nebenrolle in Thor als göttlicher Wächter Heimdall.

3. Lost Highway von David Lynch oder Tree of Life von Terrence Malick waren regelrecht verstörend, denn schließlich sind das Filme, die viele Interpretationsansätze bieten. Bei Lost Highway ließe sich beispielsweise alles als eine Psychose eines Schizophrenen deuten, da er sich im Laufe des Films (kafkaesk) verwandelt. Tree of Life lässt aufgrund der Meta-Ebene am Ende den Schluss auf Bedeutungen wie „Himmel“ zu.

4. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson als eine(s) dieser viel gepriesenen Bücher(-Reihen) gefiel mir überraschend auch ganz gut, obwohl ich sonst nicht so den Bestseller-Geschmack habe. Nicht minder schlecht hat mir Bettler und Hase von Tuomas Kyrä gefallen, der in eine ähnliche Kerbe schlägt. Beide Romane vereinen eine leichtfüßige, fabulierfreudige und unzuverlässige Erzählweise (Satire halt) mit sozialkritischen Inhalten.

5. Für mich persönlich ist derzeit insbesondere HBO Garant für allerbeste Serienunterhaltung, schließlich war True Detective Season 1 sehr gut und aktuell läuft bei mir Boardwalk Empire Season 5. Zwei Serien, zwei Treffer. Dafür spricht auch, dass mich House of Cards Season 1 nicht überzeugt hat.

6. Die Graphic Novel Untergetaucht von Xavier Coste lässt sich nur schwierig in eine Schublade stecken, immerhin vereint sie Elemente des Heist-Thriller, Geschichte, Beziehungsdrama, Katastrophen-Thriller, Prison-Break und Survival-Drama. Eine vielschichtige Graphic Novel, die im Paris des Jahrhunderthochwasser spielt und visuelle Anspielgunen auf den Jugendstil enthält.

7. Zuletzt habe ich die ersten vier Episoden von Boardwalk Empire Season 5 gesehen und das war gut, weil dank Rückblicke in Nucky Thompsons Kindheit der Charakter mehr Tiefe erhält. Außerdem tut es der Serie gut, nicht schon wieder neue Charaktere einzuführen, sondern das bisherige Figurenensemble „auszuspielen“. Alles inallem bin ich aber trotzdem froh, wenn die Serie zu einem Abschluss kommt.

Media Monday #217 u.a. über Hawkeye, schlechte Vorlagen und Synchronstimmen

Schon wieder eine Woche um. Mann-o-Mann, wie die Zeit doch vergeht. Dieses Wochenende ist bei mir medienmäßig nichts passiert. Trotzdem gibt’s auch heute am Montag wie immer den Media Monday: Hier sind die Fragen vom Medien_Journal und hier sind meine Antworten dazu!

1. Den Roman The Circle von Dave Eggers musste ich abbrechen, denn das war leider überhaupt kein Lesegenuss. Das Szenario war an sich schon interessant, aber die Protagonist hat mich völlig kalt gelassen und die Story war unglaubwürdig und unspektakulär.

2. Wenn ich doch nur bedeutend mehr Zeit hätte, würde ich mehr Romane lesen und Serien anschauen, das kommt beides definitiv zu kurz. Ich würde dann auch wieder gern Die Zeit und zur Abwechslung auch mal wieder ein wissenschaftliches Buch lesen. Vielleicht würde ich mich dann auch ehrenamtlich engagieren, ich hätte Bock, WWF zu unterstützen.

3. Die Synchronstimme von Christian Bale finde ich gut, aber muss er sich den Sprecher mit Johnny Depp teilen? Dann kommt es auch dazu, dass im Film Public Enemies einer plötzlich eine andere bekommt und alle verwirrt sind.

4. Fragt man mich nach meiner/meinem derzeitigen LieblingsdarstellerIn würde ich immer noch Christian Bale und Alain Delon benennen. Bei den Frauen macht Jessica Chastain einen guten Job.

5. Die Vorlage zu Sin City hat mir mal überhaupt nicht gefallen, obwohl es ein gefeierter Klassiker von Frank Miller ist. Klar, stilistisch hat die Serie durchaus seinen Reiz, aber inhaltlich hat es mich echt nicht vom Hocker gerissen.

6. Wenn das deutsche Fernsehen versucht, amerikanische TV-Formate zu adaptieren, geht das selten gut. Bestes Beispiel ____ . Davon habe ich überhaupt keinen Plan. Ich schau kaum Fernsehen und das, was ich schaue, ist keine Adaption von amerikanischem Fernsehen.

7. Zuletzt habe ich Hawkeye von Matt Fraction (Tradepaperbacks 1-3) gelesen und das war sehr durchwachsen, weil die Serie nicht konstant innovativ und spannend ist. Fraction gibt der Nebenfigur von Clint Barton zuviel Raum, ist nicht so witzig/parodistisch wie Nick Spencer (in The Superior Foes of Spider-Man) oder durchgeknallt/spannend wie Ales Kot (Secret Avengers). Aber der vierte (abschließende) Band des Runs macht sich bislang sehr ordentlich.

Media Monday #215 u.a. über unrealistische Szenen, Parodien, Buchvorlagen und exklusive TV-Serien

Schon wieder beginnt eine neue Woche. Bei dem genialen Sommer momentan (keine Ironie! Ich genieße das heiße Wetter in vollen Zügen!) komme ich noch weniger zum Filmeschauen als sonst. Dabei würde mich Ant-Man schon interessieren. Dafür hab‘ ich ein paar gute Comics gelesen. Der Fortsetzungsband von The Wicked + The Divine (für diejenigen, die nicht wissen, wovon ich spreche, ist hier meine Review zum ersten Band) hat mir vor allem erzählerisch und (wieder) stilistisch gut gefallen, allerdings muss die Serie im nächsten Band einen Zahn zulegen. Denn jetzt, wo alle Pop-Götter definiert sind, ist es Zeit, dass sich das Geplänkel Form annimmt, sonst wird’s doch langweilig. Apropos Geplänkel, genug Vorspiel, hier sind meine Antworten zum heutigen Media Monday vom Medien_Journal.

Media Monday #215

1. Ein aufgrund von Handfeuerwaffen explodierendes Auto wird eigentlich in Filmen/Serien immer dermaßen unrealistisch dargestellt, denn Autos sind dermaßen kompakt, dass sie nicht gleich explodieren. Klar, der Tank entündet sich schon, aber dann würde das Auto erstmal brennen. Auch die Explosionen selber sind meist übertrieben.

2. Ralph Azham von Lewis Trondheim ist in meinen Augen eine der besten Parodien, denn die Fantasy-Serie ist zum Totlachen und ernst zugleich. Abenteuer, Gefahren und Verluste gehen mit aberwitzigen und haarsträubenden Szenen und Dialogen einher.

3. Enemy von Denis Villeneuve hätte ein wenig mehr erzählerischer Feinschliff gut getan, denn das Mystery-Drama verläuft sich im prätentiösen Einerlei ohne Spannungsbogen.

4. Do Androids Dream of Electric Sheep ist als Buch(reihe) noch weitaus überzeugender als Blade Runner, schließlich hat Ridley Scott die philosophischen Aspekte in seiner Filmadaption vollständig untergraben.

5. NBA Live von EA Sports schlug mich als Spiel lange Zeit in seinen Bann, denn früher hatte ich noch eine Playstation und als Basketballer lag war das Spiel Pflicht, weil man mit seinem Lieblingsteam eine ganze Saison spielen konnte mit allem drum und dran (Draft, Spielerwechsel etc.).

6. Von den ganzen Netflix, Amazon- und sonstwas-exklusiven Serien interessiert mich langfristig Ridley Scotts Adaption von The Man in the High Castle, einem der wenigen bekannten Romane Dicks, die ich noch nicht gelesen habe.

7. Zuletzt habe ich die Cromwell Stone Gesamtausgabe von Andreas gelesen und das war schmerzhaft-gut, weil die detailversessene Zeichenkunst mit einer einmaligen Vorliebe für Strenge, Geometrie und einem Wechselspiel aus Symmetrie und Asymmetrie, das fabulierfreudige und spannungerzeugende Storytelling und das innovative Panellayout derart einen vom Hocker reißen. Wer sich für rätselhafte Phantastik von klassischer Qualität interessiert, sollte hier unbedingt zuschlagen!.

Media Monday #214 u.a. über Filmfinale, Untote und Lieblingsautoren

Am Wochenende bin ich medienbezogen nicht zu viel gekommen: Kein Film, dafür Bombenwetter und deshalb standen Basketball und Comiclesen auf dem Programm: Supreme: Blue Rose von Warren Ellis und Tula Lotay. Letztere läuft Gefahr, zu meiner neuen Lieblingszeichnerin zu werden: Konnte sie mich schon mit ihrem Beitrag zu Bodies von Si Spencer überzeugen, zementierte sie ihr Können nun zusätzlich. Inhaltlich ist Supreme: Blue Rose ein verschachtelt erzählt und innovativ illustrierter Zeitreise-Thriller, abgeschlossen in einem Band. Es handelt sich dabei jedoch nicht um geläufige Genrekost, sondern um ein konzeptuell ausgeklügeltes Szenario mit komplexer Handlung, interessanten Figuren und kaum Action. Doch genug davon, hier sind wie meine Antworten zum Media Monday von Medien_Journal.

Media Monday #214

1. Inspiriert von heute: Was war euer Nerven aufreibendstes, schlimmstes, ärgerlichstes Blog-Erlebnis? Bisher hatte ich glücklicherweise kein vergleichbares Blog-Erlebnis *dreimal auf Holz geklopft*.

2. Am meisten enttäuschendes Filmfinale für mich war ja Dredd, weil im Prinzip der gesamte Film ein „enttäuschendes Filmfinale“ darstellt.

3. Interpretationen von Untoten gab es ja schon in jeglicher Coleur, ob jetzt von Zombies, Vampiren oder sonst etwas die Rede ist. Die mir liebste Auslegung/Darstellung ist und bleibt allerdings From Dusk till Dawn, denn noch nie gab es einen ungewöhnlicheren Ansatz.

4. Müsste ich eine/n Lieblingsautor/in oder -schriftsteller/in benennen, es wäre wohl schwierig, sich auf einen festzulegen. Momentan sind es Ales Kot und Ed Brubaker im US-Comicbereich, Manu Larcenet und Gipi bei Graphic Novels, Jean Dufaux und André Juillard im franko-belgischen Comicbereich. Im klassischen Romanbereich wäre es wohl Philipp K. Dick (aber das ist phasenweise bei mir).

5. Es wäre der absolute Traum, in/auf Ökotopia aus der literarischen Utopie Ecotopia von Ernest Callenbach zu leben, denn dort ist alles nach ökologisch und sozial verträglichen Gesichtspunkten strukturiert.

6. Filmische Satiren sind nicht mir Paradodien zu verwechseln und sind meist nicht so gut, wie literarische Satiren.

7. Zuletzt habe ich House of Cards Season 1 und das war nur okay, weil der Protagonist keine Gegner und keine Herausforderung hatte, die Thematik mich kalt ließ und die Charaktere allesamt unsympathisch waren.

Zuletzt gelesen #038: Romane von Juli Zeh, Arkadi & Boris Strugatzki, Stanislaw Lem und Dashiell Hammett

Wie ihr gemerkt habt, war es hier im Blog die letzten beiden Wochen verdächtig ruhig. Nun, ich war im wohlverdienten Urlaub und hab‘ ein paar Romane gelesen.

Zum Einstieg habe ich auf einen Rutsch Juli Zehs Insel-Drama Nullzeit gelesen: Kammerspiel auf Tauchparadiesinsel mit Dreiecksbeziehung, kleines Figurenensembe, schlanke Erzählweise, Ich-Erzähler (Bericht), inhaltlich leicht, sehr spannend erzählt, lesenswert, aber kein Brüller.

Danach gab’s klassische Science Fiction von meinen Lieblingsautoren Arkadi & Boris StrugatzkisEin Gott zu sein ist schwer (googelt euch den russischen Originaltitel gefälligst selbst!): Dünnes Science-Fiction-Szenario, eigentlich historisches Setting (kommunistischer Agent infiltriert feudal regierten und technisch mittelalterlichen Planeten), inhaltlich politisch-philosophische Themen, satirischer Erzählton, klassische Erzählweise, spannend, dramatisch, sehr gut!

Der dritte Roman war Generation A von Douglas Coupland: Dünnes Near-Future-Thriller-Setting (Bienen sind ausgestorben und Ökosystem zusammengebrochen), erzählerisch multiperspektivisch (Ego-Perspektive von 5 Protagonisten in eigenen Kapiteln), rasant und modern erzählt, beginnt sehr interessant, endet aber ehr mäßig.

Danach gab’s wieder klassische Science Fiction von meinen Lieblingsautor Stanislaw LemSolaris: zuvor schon beide Verfilmungen gesehen (Andrej Tarkowskis Adaption ist gut gelungen, Steven Soderberghs Adaption ist mäßig), aber bisher erst viele andere Romane von Lem gelesen, völlig klassisch und detailliert erzählt (als Bericht aus der Ego-Perspektive des Protagonisten, der auf einer Station einen Planten mit einem intelligenten Meersystem untersucht und dabei mit einem moralisch-psychisch-emotional haarsträubendem Phänomen konfrontiert wird), mit interessanten fiktiven wissenschaftlichen Exkursen und philosophischem Inhalt, viel Tiefgang mit interessantem Setting!

Zum Abschluss hab‘  ich einen Klassiker des Kriminalromans gelesen. Dashiell Hammetts The Maltese Falcon zählt zu den Klassikern des Noir-Genres, bisher hatte ich nur die Filmadaption von John Huston gesehen (die sich vor allem im Ende stark von der Vorlage unterscheidet!): schnörkellos und rigoros erzählt, anwachsendes Figurenensemble mit Verstrickungen, authentische Charaktere, schlagfertige Dialoge, komplexe Story, hat mir gefallen, obwohl ich die Verfilmung schon kannte, allerdings erschließt sich mir der Hype um Hammett aus diesem Roman (noch) nicht ganz.

Media Monday #210 u.a. mit Adaption, Breaking Bad und Victoria

So, zurück aus’m Urlaub und gleich mal die Fragen von Wulf beantwortet. Im Urlaub gab’s nebe viel Sonne auch viele Romane zu lesen (ja ich lese auch Bücher ohne Panels und Sprechblasen!), die ich euch morgen vorstelle.

1. Der gewiefteste Verbrecher aus der Filmgeschichte ist für mich Kaiser Soze (Kevin Spacey) aus The usual Suspects. Wer nicht weiß, warum, sollte sich den Film schleunigst anschauen.

2. Breaking Bad konnte mich als Serie vom ersten Moment an begeistern, weil es fesselnd, innovativ, originell und vielversprechend begonnen hat.

3. Das Terminator-Franchise interessiert mich schon länger nicht mehr. Obwohl ich ausgewiesener Christian Bale-Fan bin, hatte ich mir Terminator: The Salvation schon nicht mehr angeschaut.

4. Criminal von Ed Brubaker lädt geradezu dazu ein, als TV-Serie adaptiert zu werden. Wer nicht weiß, warum, soll die Comicserie lesen.

5. Mein Buchtipp für die heißen Tage lautet Der futurologische Kongreß oder Sterntagebücher oder Pilot Pirx von Stanislaw Lem, allesamt witzig und geistreich.

6. Nicoas Cage war wohl eine der größten Überraschungen in Adaption, schließlich mimte er dort in seiner Doppelrolle meisterhaft zwei völlig verschiedene Zwillingsbrüder.

7. Zuletzt habe ich im Kino den genialen deutschen Film Victoria von Sebastian Schipper gesehen und das war eine intensive und einmalige Erfahrung, weil er formell in einem Take gedreht wurde und deshalb Form und Inhalt perfekt Hand in Hand gehen. Wir begleiten die Protagonistin in das rauschhafte Berliner Nachtleben, das sich zu einem unvorhergesehenem Trip in der Unterwelt wandelt. Die Kamera bleibt dabei hautnah an den authentisch gespielten Protagonisten dran und entfaltete eine starke Sogwirkung. Dadurch, dass die Schaupieler ohne Pause durchspielen, wirkt das Gezeigte sehr realistisch. Inhaltlich ist die Story dramatisch und emotional. Die Musik variiert und untermalt das geschehen passend und hypnotisch. Schaut euch den Film unbedingt an!

Media Monday #194 u.a. mit Transformers, Donnie Darko und Philip K. Dick

Es ist wieder Montag!!! Ein kurzer (wehmütiger) Blick zurück auf das Wochenende und da sehe ich ein erfolgreich absolviertes Basketball-Training (nach anfänglichen Schwierigkeiten kam ich dann doch noch gut rein, man wird halt immer älter), einen VFB Stuttgart am straucheln (und der einzige Hoffnungsschimmer ist, dass die anderen auch nicht besser waren), einen überdrehten Tropic Thunder (hab‘ dann nach der Hälfte ausgemacht, vielleicht gebe ich ihm aber noch eine zweite Chance), die schrittweise Vervollständigung meiner Brubakers-Captain America-Run-Sammlung (alles, was noch fehlt habe ich bestellt) und den Leseabschluss von Brian Woods Conan-Run (Bericht folgt demnächst). Doch nun zurück zum Montag: es ist wieder Zeit für den „Media Monday„!

Media Monday #194

1. Abgesehen von den reinen Schauwerten kann man die Transformers-Filme (so wie nahezu alle Michael-Bay-Filme) allesamt in die Tonne treten.

2. ____ ist mal eine richtig gelungene Parodie, denn ____ . Ich bin kein großer Fan von Parodien (siehe oben Tropic Thunder), klar Spaceballs, The Naked Gun und Hot Shots hatten mir damals sehr gut gefallen, aber keine Ahnung, ob ich die heute noch gut finden würde.

3. Es muss ja nicht immer wahnsinnig innovativ sein, aber an D. J. Carusos I am Number Four ist ja wirklich alles zusammengeklaut, schließlich kennt man die Ingredenzien schon aus X-Men, Star Wars und irgendeinem Coming-Of-Age-Film.

4. Wenn auch eigentlich unnötig, war es doch schon toller Fanservice, als ein Director’s Cut von Richard Kellys Donnie Darko erschien, weil darin gewisse Aspekte des Regisseurs betont werden und es für mich der einzige Film war, den ich mir mit Audiokommentar und sämtlichem Bonusmaterial angeschaut habe.

5. Die Botschaft/Aussage von Terrence Malicks The Tree of Life hat mich noch lange nach dem Film beschäftigt, denn der Film lässt Raum zur Analyse, wobei ich das gleiche über Darren Aronofskys Pi und The Fountain oder Paul Thomas Andersons Magnolia und There will be Blood oder David Lynch‘ Lost Highway oder Orson Welles Touch of Evil oder Andrej Tarkowskis Stalker sagen könnte.

6. Über neue Filme/Bücher/Serien/Comics informiere ich mich am ehesten/liebsten über via Online-Rezensionen, Meinungen von Freunden und im Fall von Comics auch im Laden meines Vertrauens.

7. Zuletzt gelesen habe ich Dave Eggers The Circle und das war richtig schlecht, weil die Story so gar nicht an Fahrt aufnimmt, die Charakterisierung eindimensional ist, man aus dem durchaus interessanten Ansatz mehr hätte machen können und die Eggers Prosa dürftig ist, so dass ich den Roman nach gut 300 Seiten abgebrochen und gleich als Ersatz mit Philip K. Dicks Now wait for Last Year begonnen habe.

Zum Welttag des Buches

Da heute Welttag des Buches ist, widme ich mich heute auch dem guten alten Buch, das ja aus kulurpessimistischer Sicht vom Aussterben bedroht ist. Was fällt mir alles ein zu Büchern? Was fällt euch alles ein zu Büchern?

1.) Graphic Novel oder: der Comic als Buch

Es gibt seit den 2000er Jahren Graphic Novels, also Comics im Buchformat. Das heißt die Titel sind inhaltlich abgeschlossen, oft Hardcover oder Klappenbroschur und von Format und Dicke buchähnlich gestaltet. Thematisch sind diese Comics meist literarisch, künstlerisch, historisch, biographisch – kurz eher anspruchsvoll. Grafisch oft schwarzweiß-skizzenhaft oder von Bleistift gezeichnet und ungetuscht und nuanciert koloriert. Es gibt inzwischen traditionelle Buchverlage, die sich auf Graphic Novels eingeschossen haben und Comicverlage, die neben ihrem „normalen“ Comicprogramm auch derartige Titel publizieren.

Natürlich gab es auch vorher schon Erwachsenencomics, die als gebundene Alben (z.B. André Juillards Le cahiers bleu) oder buchähnlich (z.B. Art Spiegelmans Maus. A Survivor’s Tale oder David Mazzucchellis City of Glas) und auch gebunden veröffentlicht wurden, aber die Etikettierung, der Ausstoß und die mediale Aufmerksamkeit sind derart neu. Besonders edel finde ich Titel in Halbleinen (z.B. Thomas Otts Dark Country). Das Sammlerherz erfreut sich auch über Lesebändchen, limitierte Ausgaben mit Illustrationen oder alternativen Covermotiven.

2.) Softcover oder Hardcover?

So, dann komm‘ ich auch noch zu den eigentlichen Büchern, also Romanen (Sachbüchern lass‘ ich jetzt bewusst weg). Der Sammler schwört ja auf gebundene Erstausgaben und verbringt viel Zeit damit, auf Flohmärkten, in Antiquariaten und Online möglichst gut erhaltene Exemplare (und ganz wichtig) mit Schutzumschlägen zu ergattern. Ich selbst hab‘ auch ein paar gebundene Ausgaben, bin aber definitiv kein Sammler – in der Regel geb‘ ich mich auch mit Taschenbüchern und Klappenbroschur zufrieden.

3.) Lieblingsbücher

Nach dem „Vorspiel“ geht’s jetzt endlich in media res: ich nehm‘ den „Welttag des Buches“ als Anlass und präsentiere euch heute meine Lieblingsromane. Die Reihenfolge ist dabei keine Rangfolge, sondern chronologischer Natur und ich hab‘ pro Autor maximal einen Titel genommen. Ach ja, ich lese gerne (utopische) Klassiker (der Hochliteratur und der Science Fiction), nur so als Anhangspunkt, wohin die Reise geht.

Schuld und Sühne von Fjodor Dostojewski (1866) – Tipp: Woody Allen greift in Match Point Versatzstücke daraus auf.

Der Idiot von Fjodor Dostojewsk (1968/69) – Tipp: Brad Anderson greift in The Machinist Versatzstücke daraus auf.

When the Sleeper Wakes von H. G. Wells (1899) – Tipp: Woody Allen greift in Sleeper Versatzstücke daraus auf.

Men like Gods von H. G. Wells (1923)

Der Proceß von Franz Kafka (1925) – Tipp: Filmadaption von Orson Welles

Das Schloß von Franz Kafka (1926)

Der Steppenwolf von Hermann Hesse (1927)

A Brave New World von Aldous Huxley (1932)

Tropic of Cancer von Henry Miller (1934)

Nineteen Eighty-Four von George Orwell (1949) – Tipp: Brazil von Terry Gilliam greift daraus Versatzstücke auf.

Sexus von Henry Miller (1949)

The Martian Chronicles von Ray Bradbury (1950) – Tipp: Comicadaption von diversen Autoren.

Junky von William S. Burroughs (1953)

Fahrenheit 451 von Ray Bradbury (1953) – Tipp: Film von François Truffaut und Comic von Tim Hamilton.

Howl von Allen Ginsberg (1956)

On the Road von Jack Kerouac (1957) – Tipp: Filmadaption von Walter Salles

Island von Aldous Huxley (1962)

The Yage Letters von William S. Burroughs mit Allen Ginsberg (1963)

Do Androids dream of Electric Sheep? von Philip K. Dick (1968) – Tipp: Blade Runner von Ridley Scott.

A Scanner Darkly von Philip K. Dick (1977) – Tipp: Filmadaption von Richard Linklater.

Infinite Jest von David Foster Wallace (1996)

Was sind eure liebsten Literaturklassiker?