Media Monday #213 u.a. über Zeitreise-, untypische, literarische und seichte Filme

Nach zweiwöchiger Pause melde ich mich auch wieder beim Media Monday zurück! Am Wochenende habe ich mir die neue Ausgabe der Brand Eins zum Thema „Faulsein“ besorgt und vom Philosophie Magazin liegt noch die Spezialausgabe zum Thema „Griechische Mythologie“ auf dem Lesestapel. Ansonsten hab‘ ich mit Die Gefährten der Dämmerung (Splitter) von Bourgeon einen frankobelgischen Fantasy-Klassiker gelesen, der sich bis zum Ende steigert: Die Serie spielt im Hundertjährigen Krieg, wobei die ersten beiden Bände noch stark phantastisch angehaucht sind, während der dritte Band (mit Überlänge) mehr historisch angelegt ist. Der dritte Band gefällt mir am besten und ist empfehlenswert, die ersten beiden haben auch Spaß gemacht. So, genug geplaudert, hier sind meine Antworten auf die Fragen von Medien Journal.

Media Monday #213

1. Meister Yoda einmal im wahren Leben zu treffen, war/wäre der Wahnsinn.

2. Zeitreisefilme können gut oder schlecht sein, Donnie Darko von Richard Kelly, 12 Monkeys von Terry Gilliam, Looper von Rian Johnson und X-Men: Days of Future Past sind für mich die außergewöhnlichsten Zeitreisefilme. In The Source Code von Duncan Jones finden ja strenggenommen keine Zeitreisen, sondern Reisen in alternative Realitäten statt.

3. Darren Aronofskys Bibelinterpretation Noah ist zwar untypisch, dadurch aber nicht gleich schlecht, denn immerhin gab‘ es (meines Wissens) zuvor keinen Ansatz Fantasy und Bibelstoff zu verquicken.

4. Durch mein Dissertationsprojekt erst bin ich auf zahlreiche Utopie- und Science-Fiction-Titel gestoßen, der/die/das ich sonst vielleicht nie gefunden hätte, egal ob Klassiker/Perlen der Literatur, des Comics oder des Kinos. Ich hab‘ dafür ausgiebig in der Film-, Literatur- und Comicgeschichte recherchiert und obwohl ich lange nicht alle Titel gebrauchen konnte oder letztlich zunächst vielversprechende Titel doch wieder gestrichen hatte, bin ich so auf einige Schätze gestoßen.

5. Richard Linklaters Boyhood ist zwar seicht, aber macht aufgrund des innovativen Konzepts dennoch viel Spaß.

6. Filme, die sich mit Literatur/Literaten beschäftigen sind meistens schwülstig oder langweilig. Mir fällt spontan kein einziges positives Beispiel ein. Kafka von Steven Soderbergh hat mir sehr gut gefallen, aber er hat ja auch keine reine Biographie gemacht, sondern Elemente aus Kafkas Leben mit der Atmosphäre von dessen Werk verknüpft – absolut sehenswert!

7. Zuletzt habe ich die Literaturadaption Plein Soleil (dt. Nur die Sonne war Zeuge) von Réne Clément und das war nur ganz nett, weil der Protagonist (Alain Delon) kein Sympathieträger ist, die Spannung samt Fallhöhe nicht ordentlich aufgebaut wird und viele Handlungen nicht nachvollziehbar erscheinen. Ich hab‘ die Vorlage nicht gelesen, aber das Remake (The Talented Mr. Ripley von Anthony Minghella) noch in guter Erinnerung.

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8 Kommentare

  1. jacker · Juli 27, 2015

    Für mich hat NOAH leider gar nicht funktioniert 😦 Weniger wegen dem biblischen, sondern eher aufgrund der Figuren. BOYHOOD fand ich aber ebenfalls super! Und obwohl ich nicht so der Soderbergh-Fan bin – KAFKA weckt mein Interesse!

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    • z-wie-klugscheisser · Juli 27, 2015

      Ja, bei NOAH spricht viel dagegen, ich mag ihn trotzdem 😉 KAFKA liegt schon lange zurück, hab ihn aber in guter Erinnerung. Mag die Filme von Soderbergh schon, aber würde ihn auf keinen Sockel stellen 😉

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  2. bullion · Juli 27, 2015

    Wirklich seicht fand ich „Boyhood“ übrigens gar nicht. Eben einfach normal, weil alltäglich, weil wichtig, weil imposant, weil wir das alle durchmachen oder durchgemacht haben.

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