Zuletzt gelesen #038: Romane von Juli Zeh, Arkadi & Boris Strugatzki, Stanislaw Lem und Dashiell Hammett

Wie ihr gemerkt habt, war es hier im Blog die letzten beiden Wochen verdächtig ruhig. Nun, ich war im wohlverdienten Urlaub und hab‘ ein paar Romane gelesen.

Zum Einstieg habe ich auf einen Rutsch Juli Zehs Insel-Drama Nullzeit gelesen: Kammerspiel auf Tauchparadiesinsel mit Dreiecksbeziehung, kleines Figurenensembe, schlanke Erzählweise, Ich-Erzähler (Bericht), inhaltlich leicht, sehr spannend erzählt, lesenswert, aber kein Brüller.

Danach gab’s klassische Science Fiction von meinen Lieblingsautoren Arkadi & Boris StrugatzkisEin Gott zu sein ist schwer (googelt euch den russischen Originaltitel gefälligst selbst!): Dünnes Science-Fiction-Szenario, eigentlich historisches Setting (kommunistischer Agent infiltriert feudal regierten und technisch mittelalterlichen Planeten), inhaltlich politisch-philosophische Themen, satirischer Erzählton, klassische Erzählweise, spannend, dramatisch, sehr gut!

Der dritte Roman war Generation A von Douglas Coupland: Dünnes Near-Future-Thriller-Setting (Bienen sind ausgestorben und Ökosystem zusammengebrochen), erzählerisch multiperspektivisch (Ego-Perspektive von 5 Protagonisten in eigenen Kapiteln), rasant und modern erzählt, beginnt sehr interessant, endet aber ehr mäßig.

Danach gab’s wieder klassische Science Fiction von meinen Lieblingsautor Stanislaw LemSolaris: zuvor schon beide Verfilmungen gesehen (Andrej Tarkowskis Adaption ist gut gelungen, Steven Soderberghs Adaption ist mäßig), aber bisher erst viele andere Romane von Lem gelesen, völlig klassisch und detailliert erzählt (als Bericht aus der Ego-Perspektive des Protagonisten, der auf einer Station einen Planten mit einem intelligenten Meersystem untersucht und dabei mit einem moralisch-psychisch-emotional haarsträubendem Phänomen konfrontiert wird), mit interessanten fiktiven wissenschaftlichen Exkursen und philosophischem Inhalt, viel Tiefgang mit interessantem Setting!

Zum Abschluss hab‘  ich einen Klassiker des Kriminalromans gelesen. Dashiell Hammetts The Maltese Falcon zählt zu den Klassikern des Noir-Genres, bisher hatte ich nur die Filmadaption von John Huston gesehen (die sich vor allem im Ende stark von der Vorlage unterscheidet!): schnörkellos und rigoros erzählt, anwachsendes Figurenensemble mit Verstrickungen, authentische Charaktere, schlagfertige Dialoge, komplexe Story, hat mir gefallen, obwohl ich die Verfilmung schon kannte, allerdings erschließt sich mir der Hype um Hammett aus diesem Roman (noch) nicht ganz.

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