Media Monday #197 u.a. mit „The Salvation“ und über Selbstjustiz

Das Osterwochende war ein langes Wochenende und ich habe es tatsächlich mal wieder geschafft, nach über drei Wochen Abstinenz (!) zwei Filme zu sichten: Prisoners von Denis Villeneuve und The Salvation mit Mads Mikkelsen. Und dann habe ich das völlig waghalsige Unterfangen begonnen, den kompletten Captain America-Run von Ed Brubaker zu lesen. Mehr dazu in Kürze, aber heute hab‘ ich mich wieder den Fragen des Media Monday gestellt.

Media Monday #197

1. Bei Blockbustern sehe ich ja gerne über manches unlogische Detail hinweg, allerdings macht es ab einem bestimmten Grad auch keinen Spaß mehr, die vielen Logiklöcher zu ignorieren.

2. Selbstjustiz in Filmen/Serien/Comics ist dann interessant, wenn es entweder in Form von völlig überzogener Gewalt-Rache oder in Form von politisch motivierter Rebellion oder für „eine bessere Sache“ daherkommt. Vor allem die Vigilanten der Superheldencomics wie Batman oder Daredevil sind sehr interessante Charaktere, die Selbstjustiz ausüben, was auch immer wieder thematisiert wird. Ansonsten sind hier auch Western- oder Dystopiestoffe interessant: in beiden Fällen gibt es in der Regel eine als ungerecht dargestellte Ausgangssituation, aus der sich der Held befreit.

3. Das Durchbrechen der vierten Wand – die direkte Ansprache des Publikums/Lesers – wird sehr selten verwendet, meist nur in indirekter Form und mir fällt spontan noch nicht mal dafür ein Beispiel ein, oft sind es aber Fälle, in denen Sozialkritisches an die Zuschauer adressiert wird, um zum Handeln zu bewegen oder medienreflexive Momente, in denen ein Regisseur die Illusion des Kinos aufdeckt.

4. Filme, die an bestimmten Feiertagen spielen haben einen Feiertagsbezug und sind für mich nur dann interessant, wenn es nur noch entfernt mit dem Feiertag zu tun hat bzw. im eigentlichen Sinn gar nicht mehr, weil ich mich beispielsweise gar nicht für Weihnachtsfilme interessiere.

5. Reale Figuren in fiktive Geschichten einzubeziehen geht vollkommen in Ordnung, da fast jeder Roman-, Comic- oder Drehbuchautor von realen Figuren beeinflusst ist und dann kann man genauso gut auch gleich die reale Figur eins zu eins in eine fiktive Geschichte übernehmen.

6. Die freien Tage habe ich genutzt, um mal wieder Filme zu schauen, ausgiebig zu lesen, Pflichten zu erledigen und einen ausgedehnten Spaziergang zu machen.

7. Zuletzt gesehen habe ich The Salvation und das war gut, weil es ein schnörkelloser und spannender Western war, und neben Mads Mikkelsen die Fußballlegende Eric Cantona als fieser Bösewicht mitgespielt hat.

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2 Kommentare

  1. Hape · April 6, 2015

    #7
    Ich glaube bald, das Cantona besser auf der Leinwald, als auch dem Platz ist. Jedenfalls benimmt er sich besser 🙂

    Gefällt 1 Person

    • z-wie-klugscheisser · April 6, 2015

      Haha! Ja. Wobei er ja in THE SALVATION auch sagt „Die wollen jetzt, dass ich mich zivilisiert benehme…“ und das passt eigentlich auch schon wieder auf beides 😉

      Gefällt 1 Person

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