Media Monday #193

In der Blogosphäre hat sich seit ein paar Jahren unter Film-/Medienbloggern der „Media Monday“ als Montagsrubrik etabliert. Der Initiator Wulf Bengsch stellt dabei allen Teilnehmern Fragen in Form eines Lückentextes. Nun, da auch ich gerne meinen Senf zu Film-/Medienthemen gebe, steig‘ ich ab sofort auch mit ein! Dadurch stirbt meine eigene Rubrik „Wochenendlese“, aber die medialen Erfahrungen aus dem Wochenende präsentiere ich euch künftig halt dann im Wochenverlauf (es sei denn hier kommt ein Ansturm an Protest-Kommentaren, dann würde ich die „Wochenendlese“ )

Media Monday #193

1. Wenn einer eine Reise tut: Abenteuerfilme, in deren Verlauf der Protagonist die halbe Welt bereist, sind selten gut gemacht, wenn dann beginnen sie mit „Indiana“ und enden mit „Jones“.

2. Mystery schön und gut, aber Vincenzo Natali übertreibt es mit der Geheimniskrämerei und den Rätseln dermaßen, dass Cube zwar spannend und faszinierend erscheint, aber letztlich zu viele Fragen offen lässt.

3. Die wohl ungewöhnlichste, einfallsreichste und einzigartigste Serienepisode muss aus der Serie Breaking Bad stammen .

4. Adaptionen haben ja gemeinhin nicht den besten Ruf, doch im Falle von Sin City gefällt mir die Neuinterpretation noch weit besser als die Vorlage, denn Robert Rodriguez übertrifft die Ästhetik der Vorlage, verwendet eine innovative Filmsprache und zeigt dennoch (durch die narrative Nähe) die Vorteile von Comics als Erzählmedium auf.

5. Fadenscheinigstes Plot Device – auch MacGuffin genannt – war für mich zuletzt vor allem kryptische Energie in (Superhelden-)Comicverfilmungen und Science-Fiction-Filmen (z.B. Thor 2).

6. Flash als Film/Serie/Buch ist erschreckend schlecht gealtert, denn die Special Effects wirken heute altbacken.

7. Zuletzt gesehen habe ich Where the Wild Things are und das war enttäuschend und langweilig, weil die Story keinen Spannungsbogen hatte und Spike Jonze zu viel mehr fähig ist (- ich hab sogar nach der Hälfte ausgemacht und das kommt sehr selten vor).

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9 Kommentare

  1. bullion · März 9, 2015

    „Cube“ ist doch gerade so gut, weil er kaum etwas erklärt. Hast du die Nachfolger gesehen? Speziell „Cube Zero“ erklärt ALLES und zerstört damit auch alles. Den ersten Teil liebe ich aber!

    „Where the Wild Things Are“ fand ich übrigens herausragend (9 Punkte).

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    • z-wie-klugscheisser · März 9, 2015

      Ja, „Cube“ fand ich auch gut 🙂 Ich mag Mystery generell und es kann eigentlich nicht rätselhaft genug sein. Aber ich musste ja ürgendwas in die Lücken schreiben 😉 Die Nachfolger habe ich nie gesehen, wegen der schlechten Kritiken.

      Ich mag ja Spike Jonze und ich breche Filme ganz selten ab. Aber hier ging es leider nicht anders. Ich hätte ihn ja sehr gerne gut gefunden.

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  2. Hape · März 9, 2015

    #4
    Ja, was für ein toller Film. Augenschmaus. Deswegen ist doch Kino erfunden worden, oder?

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    • z-wie-klugscheisser · März 9, 2015

      Mich wundert’s eher, warum nicht mehr Comic-Adaptionen eine comicähnliche Filmsprache verwenden. So schlecht er storytechnisch auch war: da lob ich mir Ang Lees „Hulk“ für seine Split-Screens!

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  3. Wortman · März 9, 2015

    Ich liebe Sin City 1 + 2 🙂

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  4. z-wie-klugscheisser · März 10, 2015

    Ja, klar! Brenne darauf, will aber zuvor auch noch einmal den ersten sichten 😉

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