Comics Sammeln – aber wie?

Sammeln kann vielfältige Formen annehmen – vom banalen Stapeln bis zum fachmännischen Katalogisieren nach Alphabet. Der gemeine Comicleser kommt schnell dazu, seinen Schatz irgendwie zu sortieren, um (zumindest halbwegs) einen Überblick zu behalten. Außerdem gehört die Pflege einer Sammlung auch zum Hobby und zur Wertschätzung der Werke dazu. Erst dann ist es eine nerdmäßige Beschäftigungsform, die über das ins-Regal-stellen hinausgeht. Soweit, sogut, aber wie genau macht man das? Es gibt da verschiedenste Möglichkeiten, um seine Comics sinnvoll zu ordnen.

1. Kriterium: Verlage

Also bei Comics gehe ich folgendermaßen vor: auf der ersten Entscheidungsebene stehen bei mir Verlage an vorderster Stelle. Nach Verlagen sortieren hat den Vorteil, dass sich im Regal aufgrund von verlagsgebundender Publikationsstrategien in puncto Format, Logo und Farbe ein (hoffentlich) einheitliches Erscheinungsbild herauskristallisiert. Dazu erscheinen in einem Verlag oft alle/viele Titel eines Comicautors/-zeichners und/oder inhaltlich/genrebezüglich ähnliche Titel.

Wie ihr seht ist mein Ziel also ein möglichst homogenes Endergebnis zu erzielen. Wenn man sich einmal für diese Variante entschieden hat, dann fallen andere Möglichkeiten wie eine chronologische, regionale, genrebezogene, inhaltliche oder alphabetische Sortierweise weg (diese Komponenten kann man dann nur noch innerhalb der Verlagsblöcke berücksichtigen). Das klappt gut mit Verlagen wie Marvel, Splitter, avant-verlag, comicplus+ oder Reprodukt.

2. Kriterium: Autoren/Zeichner

Dann kommen bei mir an dritter Stelle Autoren/Zeichner, die Klassikerstatus genießen und/oder Lieblingskünstler sind. So kommt es, dass im Falle des franko-belgischen Wunderzeichners André Juillard (comicplus+, Carlsen, Salleck Publications) oder des fabulierfreudigen und literarischen US-Autors J. M. Dematteis (Boom! Studios, DC/Vertigo) mehrere Verlage vereint werden , während bei Daniel Hulet oder Enki Bilal Einheitlichkeit vorherrscht (ECC).

3. Einschränkungen: Genres, Regalgröße und Region

Diese Regel breche ich dann und wann auf, weil andere Komponenten damit ins Gehege kommen. Vor allem bei (Groß)Verlagen wie der Egmont Comic Collection, Salleck Publications oder Carlsen geht es nicht, weil dann zu unterschiedliche Formate/Künstler/Genres  beianander stünden bzw. diese Verlage einen heterogenen Ausschuss haben, so dass von vielen Künstler lange nicht alles, sondern nur Stückwerk vorhanden ist.

Eine weitere Enischränkung ergibt sich aus Platzmagnel: Dadurch bin ich gezwungen auch ich die Regalhöhe miteinzubeziehen – ein entwürdigender Umstand, der sich hoffentlich ürgendwann bessert. Zuletzt schau ich noch, dass Genres wie Science-Fiction/Reportagen oder franko-belgische/us-amerikanische Titel zusammenstehen.

Wie macht ihr das?

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