Was hat Warren Ellis aus Moon Knight gemacht?

Wo wo hört der Hiatus (Leerraum zwischen den Panels) auf? Wo fängt Moon Knights Cape an?

Wo wo hört der Hiatus (Leerraum zwischen den Panels) auf? Wo fängt Moon Knights Cape an?

Moon Knight? Da war es doch still geworden um Marvels Batman-Version. Richtig: Vor nicht allzu langer Zeit (2011-2012) hatte das Kreativteam Bendis/Maleev die Autorenschaft über den millionenschweren Vigilanten in Weiß. In ihrer Miniserie (12 Hefte resp. zwei Trades) erscheint Marc Spector als schizophrener Multimillionär, der sich einbildet mit Captain America, Wolverine und Spider-Man zu sprechen. Die Miniserie bestach in puncto Charakterisierung und Artwork, jedoch kam das Gespann nicht an den Erfolg ihres Daredevil-Runs (2001-2006) heran.

Nun hat Marvel ja einigen unbekannteren Charakteren/Serien frischen Wind beschwert. Und im Fall von Moon Knight durfte nun niemand Geringeres als Warren „Transmetropolitan“ Ellis heran. Zunächst fällt auf, dass es sich beim Trade Moon Knight 1: From the Dead um eine Anthologie mit abgeschlossenen Kurzgeschichten handelt. Ellis fackelt auch gar nicht lange herum, sondern schickt den Helden in pointierten Kurzgeschichten gleich los. Das, was die Stories an Dynamik leisten, büßen sie jedoch wieder bei der Charakterisierung ein: Marc Spector bleibt unter seinem Kostüm unsichtbar, der Leser erfährt nichts vom Privatleben des Helden.

Das eigentliche Highlight des Trades ist das Artwork von Declan Shalvey (Zeichnungen) und Jordie-ich-bin-maßlos-begeistert-Bellaire (Kolorierung). Bellaire hat mich schon in den Image-Titeln Nowhere Man und Pretty Deadly in der Dark-Horse-Serie The Massive begeistert. Bellaire versteht es perfekt, das Weiß von Moon Knights Kostüm als Kontrast zu den atmosphärisch dichten Hintergründen zu inszenieren. Das Artwork sprüht deshalb vor Verspieltheit und Kreativität.

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Was hat Marc Spector geraucht? Oder war die Pilzlasagne vom Vortag nicht mehr gut?

Fazit

Perfekt für Neu- und Quereinsteiger: Man muss den Charakter nicht kennen und braucht keinerlei Vorwissen aus anderen Marvel-Serien. Moon Knight 1: From the Dead ist eine passende Lektüre für zwischendurch mit Leckerbissen für’s Auge, jedoch enttäuschend für diejenigen, die Marc Spector/Moon Knight „kennenlernen“ wollen. Inzwischen hat Brian Wood (unbedingt den Image-One-Shot Mara und die Vertigo-Serie The Northlanders lesen!!!!) die Federführung der Serie übernommen. Man darf also hoffen, dass künftig auch die Story einschlägt!

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4 Kommentare

  1. Daniel · Januar 15, 2015

    Lieder nicht zum Thema, aber das Theme solltest du überdenken, persönlich finde ich es sehr umständlich, dachte erst die Seite ist leer 😉

    Gefällt mir

  2. Pingback: Zuletzt gelesen #015: “Trees 1 – ” von Warren Ellis | z-wie-klugscheisser
  3. Pingback: Zuletzt gelesen #036: “Moon Knight 2 – Dead Will Rise” von Brian Wood und Greg Smallwood | z-wie-klugscheisser

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